Siemens-Villa

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Die Siemensvilla, ein historischer und magischer Ort mit einem wunderschönen Konzertsaal, wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Diesem Berliner Fundstück wurde die Musik quasi mit in den Stein gemeißelt. Schon der Namensgeber Werner Ferdinand von Siemens dirigierte dort eigene Konzerte vor ausgewähltem Publikum. Der Saal, berühmt für seine erstklassigen Akustik, wird von zahlreichen bekannten Ensembles und Künstlern als Ort für Tonaufnahmen genutzt.


Bei dieser klaren Akustik, gepaart mit einer edlen und stilvollen Atmosphäre, ist es ein Wunder, dass dieses geschichtsträchtige Haus bislang recht wenig für klassische Konzerte genutzt wurde. Das ist eine Herausforderung, der wir uns gern stellen. Die Lage der Siemensvilla ist nicht, wie alle anderen bekannten Konzertsäle im Zentrum, sondern am Rand von Berlin in Zehlendorf. Die Menschen vor Ort und dem angrenzenden Brandenburg müssen nicht mehr in die Innenstadt fahren, um in den einzigartigen Genuss eines Sinfonieorchesters zu gelangen. 2018 haben wir angefangen mit unserer eigenen klassischen Konzertreihe 3-4 mal im Jahr in regelmäßigen Abständen mit Kammermusik, Kammerorchester oder großen Sinfonieorchester hier aufzutreten. Nach wie vor wird das Haus nur selten für Konzerte genutzt.

 

2021 werden wir die Siemensvilla zu unserer Berliner Residenz machen und monatlich bis auf die Sommermonate bespielen. Unsere Konzertreihe wird ein buntes Programm aus Musikstücken von Vivaldi bis Debussy beinhalten. Als Highlight werden wir die fünf Klavierkonzerte von Beethoven an jeweils unterschiedlichen Abenden präsentieren. Zum 250. Geburtstag von Beethoven sollte 2020 an den außergewöhnlichen Komponisten gedacht werden. Leider sind viele Veranstaltungen weitestgehend durch die Pandemie ausgefallen. Auch wir mussten unsere Konzerte verschieben. Das wird 2021 nachgeholt. Die Klavierkonzerte werden je nach Hygienebestimmungen als Streichquintett oder Kammerorchester aufgeführt. Außergewöhnlich wird dabei sein, dass die Konzerte ohne Dirigenten dargeboten werden. Die MusikerInnen werden in ihrem Spiel sehr aufeinander angewiesen sein und mehr miteinander kommunizieren. Daraus entwickelt sich ein neuartiger Lernprozess. Das Publikum bekommt eine einzigartige Interpretation von Beethovens Kompositionen geboten.

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